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Der nördlichste Triathlon Deutschlands über die Ironmandistanz von 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen findet in Glücksburg an der Flensburger Förde statt. Mit dabei unter den knapp 1500 Teilnehmern beim 14. Ostseeman waren die Altenceller Triathleten Bert Escher und Thomas Riesbeck, die bei optimalen Bedingungen als Einzelstarter ins Rennen gingen. Hans-Joachim Strehlau, Detlef Zimmermann und Britta Dressler waren als Staffelteam am Start dieses insgesamt sehr beeindruckenden und empfehlenswerten Events.

Eines hatten die fünf Altenceller gemeinsam: Sie präsentierten sie ausnahmslos in hervorragender Form und erreichten bemerkenswert gute Resultate. Thomas Riesbeck krönte seine tolle Leistung sogar mit dem Titel Norddeutscher Meister in der Altersklasse M50.

Gänsehautfeeling und Spannung pur morgens um sieben Uhr am Strand von Glücksburg. Tausende Zuschauer verfolgten den imposanten Schwimmstart als sich etwa 900 Schwimmer vehement in die nur 16 Grad kalten Ostseefluten stürzten. Für die drei Altenceller hieß es jetzt auf den hektischen Anfangsmetern die Ruhe zu bewahren und möglichst schnell die optimale Linie und den Schwimmrhythmus zu finden. Das war zwar bei der Vielzahl von Schwimmern nicht ganz einfach aber den erfahrenen Triathleten Escher, Riesbeck und Strehlau gelang das sehr gut. Zügig glitten sie auf dem zweimal zu durchschwimmenden 1,9 Kilometer langen Rechteckskurs durch die spiegelglatte Ostsee. Am schnellsten war Staffelschwimmer Hans-Joachim Strehlau, der schon nach sehr guten 1:07:07 Stunden wieder aus dem Wasser stieg. Bert Escher und Thomas Riesbeck beendeten die erste Disziplin mit starken Zeiten von 1:08:49 und 1:09:39 Stunden nur wenig später.

Dann ging es auf die 180 Kilometer lange Radstrecke und die hatte es in sich. Die sechsmal zu durchfahrende 30 Kilometer lange Runde ist sehr anspruchsvoll und technisch schwierig. Die vielen kurzen steilen Anstiege, Abfahrten und scharfen Kurven erfordern höchste Aufmerksamkeit und vor allem gute Krafteinteilung. Das hohe Tempo, das Staffelfahrer Detlef Zimmermann anschlug, gingen Bert Escher und Thomas Riesbeck verständlicher Weise nicht mit. Zimmermann, dem zum Schluss ein klein wenig die Luft ausging, legte mit der Zeit von 5:27:45 Stunden einen weiteren Grundstein für das spätere starke Abschneiden seines Teams. Bravourös war die Leistung von Thomas Riesbeck, der die schwere Strecke in nur 5:30:00 Stunden bewältigte. Auch Bert Escher blieb voll in seinem Plan und stellte die Rennmaschine nach 5:44:14 Stunden wieder in der Wechselzone ab.

Der abschließende Marathon bestand aus fünf Runden à 8,44 Kilometern. Die Strecke, die über mehrere Kilometer auch an Strandpromenade und Flensburger Förde verläuft, war sehr schön und wurde von tausenden Zuschauern gesäumt. Mit vielen kurzen knackigen Steigungen, die vor allem zum Ende sehr weh tun, hat allerdings auch der Marathon in Glücksburg seine besonderen Tücken.

Staffelläuferin Britta Dressler zeigte sich davon weitgehend unbeeindruckt. Leicht, locker und gleichmäßig war sie auf den ersten vier Runden unterwegs. Beflügelt durch die fantastische Stimmung an der Strecke meisterte sie auch die letzten Kilometer und lief mit 3:35:31 Stunden eine hervorragende Zeit.

Ungleich schwerer hatten es dagegen Bert Escher und Thomas Riesbeck, die schon 180 Radkilometer in den Beinen haben. Jetzt hieß es kämpfen, beißen und durchhalten. Beide Altenceller mußten sich enorm quälen, meisterten aber die ihre schwere Aufgabe in bewundernswerter Form. Der als starker Läufer bekannte Escher, kitzelte beim Marathon seine allerletzten Reserven heraus und lief mit 3:42:52 so schnell wie nie zuvor bei einem Ironman. Thomas Riesbeck mußte vor allem auf der letzten Runde enorm leiden. Seine Laufzeit betrug letztendlich immer noch beachtliche 4:10:48 Stunden.

Der völlig erschöpfte aber überglückliche Bert Escher finishte den Wettkampf in neuer persönlicher Bestzeit von 10:42:14 Stunden auf Platz 83. Thomas Riesbeck erreichte in ganz starken 10:57:54 Stunden das Ziel auf Platz 114 und unterbot seine alte Bestzeit gleich um eine halbe Stunde. Damit wurde er Norddeutscher Meister in der Altersklasse M50! Auch das Altenceller Staffelteam zeigte sich stolz und überglücklich. In der Endzeit von nur 10:15:07 Stunden erreichte es den 50. Platz in der Gesamt- und den 19. Platz in der Mixed-Wertung. Insgesamt waren knapp 600 Einzelstarter und 300 Staffeln in Glücksburg am Start.

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